Ein besonderes Hobby

Im Zeichen der Rose

Aus den ursprünglich 6 Wildrosenarten, die von Zentralasien aus Verbreitung in der ganzen Welt gefunden haben, sind durch züchterische Bearbeitung inzwischen über 30.000 Rosensorten entstanden. Erstmals in Mesopotamien um 2600 v.Chr. schriftlich erwähnte „Rosenstöcke“, die Rosen der „Hängenden Gärten von Semiramis“ um 600 v.Chr., Rhodos - die Insel im Namen der Rose und um ca.500 v.Chr. Zentrum der Rosenzüchtung - sowie der ausschweifende Rosenkult der Römer zeugen von der „unendlichen Geschichte“ dieser (meist) dornigen Sträucher mit gesägten Blättchen, Blüten und harten Früchten, die schließlich über die Klostergärten ihren Einzug auch auf der nördlichen Halbkugel hielten.
In Renaissance und Rokoko wurde die Rose zum hauptsächlichen Schmuckelement in Malerei und Architektur, und die berühmte Rosensammlung der Kaiserin Josephine auf Schloss Malmaison wurde von Pierre Redoute´ künstlerisch verewigt. Bis heute gilt die Rose wegen ihrer Schönheit und ihres Duftes als Symbol der Liebe, aber die verblühte Rose erinnert gleichzeitig an die irdische Vergänglichkeit. Die Rosenknospe versinnbildlicht Unschuld und jungfräuliche Reinheit; die „rosa mystica“ ist das Symbol für die Gottesmutter Maria. Gemalte oder geschnitzte Rosen in Rechtsprechung und Ratsstuben bedeuten das Sinnbild der Verschwiegenheit(„sub rosas dictum“), und in der Kirchenarchitektur spielen die Rosettenfenster (rosette= frz. Röschen) eine große Rolle.
Nicht zuletzt wurde die Rose im täglichen Sprachgebrauch integriert ( rosige Wangen, auf Rosen gebettet, Rosenkranz, Rosemarie), von unzähligen Dichtern beschrieben (von „Dornröschen“ bis „Heideröslein“) und in der Musik besungen (vom Weihnachtslied bis zum Volksschlager). Ihr Abbild ziert Gemälde und Tapeten, Teppiche und Möbelstoffe, Wäsche und Kleidung, Geschirr und Vasen, Glückwunschkarten und Poesiealben. In Heilkunst und Kosmetik findet das berühmte Rosenöl Verwendung. md.

Tipps & Tricks vom Fachmann

Wußten Sie schon, ... daß man die sogenannten Blühpausen bei den meisten Rosensorten mit einem einfachen Trick überbrücken kann?
Wenn der erste Blütenflor im Sommer vorbei ist, kann es je nach Sorte und Witterung 4 - 6 Wochen dauern bis unsere Rosen wieder Knopsen ansetzen und blühen. Die erste Blüte ist bei den meisten Rosensorten so üppig, daß es kaum auffällt,wenn man ein Drittel der Trieb mit Knospen schon vor der Blüte entfernt. Geschnitten wird dabei wie beim Frühjahrsrückschnitt, nur nicht so stark. Zu diesem Zeitpunkt treiben die darunterliegenden Augen sofort wieder aus und blühen dann, wenn der tatsächliche erste Flor vorbei ist. Dieser Trick wird auch bei mehreren Stauden (z.B. Phlox) häufig angewandt.

Gärtnerei Balkheimer Stand 42b

Verein Deutscher Rosenfreunde e.V.

Sie lieben Rosen? Dann sollten Sie auch den Verein Deutscher Rosenfreunde kennen. Die Geschäftsstelle in Baden-Baden betreut ca. 10.000 Mitglieder, in mehr als 40 regionalen Freundeskreisen, rund um das Hobby der „Königin der Blumen”. Wissenswertes in der Mitgliederzeitschrift „Rosenbogen” zu historischen Rosen, Tipps zur Pflege, Verwendung im Garten. Informationen im „Rosenjahrbuch” zu neuen Sorten und Rosenereignissen in aller Welt. Eine Mitgliedschaft, die sich also lohnt, denn man pflegt besonders die persönlichen Kontakte, den Austausch von Erfahrungen und den Spaß am gemeinsamen Hobby, dieser so traditionsreichen Blume. Interesse? Besuchen Sie den Stand 99 B des Freundeskreis München im Franziskanergarten.

Verein Deutscher Rosenfreunde · Geschäftsstelle Baden-Baden 
Tel.: 07221 / 313 02 · Internet: www.rosenfreunde.de